Kinderschutz-Zentrum in München eröffnet

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Screenshot: SMB
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Screenshot: SMB
Zur Prävention sexuellen Missbrauchs ist in München ein Kindschutz-Zentrum eröffnet worden. Es wird ein weltweit einsetzbares Lernprogramm erarbeiten, das Priester, Diakone, Religionslehrer sowie weitere haupt- und ehrenamtliche Kirchen-Mitarbeiter qualifizieren soll, sexuellem Missbrauch vorzubeugen.

Monsignore Klaus Peter Franzl, Ressortleiter Personal im Münchner Ordinariat, segnete die Räume und Mitarbeiter des vorerst auf drei Jahre angelegten Gemeinschaftsprojekts der päpstlichen Universität Gregoriana, der Ulmer Universitäts-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der Erzdiözese München und Freising. Diese übernimmt gemeinsam mit den Bistümern Augsburg und Osnabrück, den Barmherzigen Schwestern und privaten Sponsoren die Kosten von knapp 1,2 Millionen Euro.

Zunächst wird eine Internet-Plattform auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Italienisch entwickelt. Ab September sollen diese mindestens je hundert Personen aus Deutschland sowie aus den Partnerländern Argentinien, Ecuador, Ghana, Indien, Indonesien, Italien und Kenia erproben, erläuterte der Direktor des Zentrums, der Erziehungswissenschaftler Hubert Liebhardt.

»Wir erwarten uns einen wirklichen Schub an Aufmerksamkeit für das Thema weltweit«, sagte Pater Hans Zollner, der Vizerektor der Gregoriana. Deshalb wird das Projekt auch Anfang Februar in Rom Vertretern von Bischofskonferenzen und Orden vorgestellt.
Franzl unterstrich, die Kirche sei seit der Aufdeckung des Missbrauchsskandals vor zwei Jahren einen großen Schritt vorangekommen. Aufklärung und Aufarbeitung müssten jedoch weitergehen.

kh