Selten dürfte der gängige Refrain des Münchner Schäfflertanz-Liedes »Aber heit is koid« so gepasst haben wie in dieser Saison. Die wackeren Männer in ihren hübschen roten Joppen, schwarzen Kniebundhosen und grünen Kappen trotzten dem Frost und kämpften sich seit Dreikönig bei mehreren Auftritten am Tag durch alle Unbillen des Winters bis zum letzten Tanz am Abend des Faschingsdienstags. Es verdient Anerkennung und Respekt, dass dieser schöne alte Münchner Brauch bis heute so in Ehren gehalten wird.
Alle sieben Jahre sind die einstigen Fassmacher (heute übt kaum einer mehr diesen Beruf aus) auf den Straßen und Plätzen der bayerischen Landeshauptstadt unterwegs. Aber nicht mehr ausschließlich: An mehreren Orten tanzen heute Schäffler, seit 150 Jahren etwa eine eigene Riege auch in Mühldorf.
40 Jahre Pastoralreferenten
Seit vier Jahrzehnten wirken im Erzbistum Pastoralassistenten und -referenten. Ein Interview zum Thema stellen wir aus dem MK-Archiv hier nocheinmal zur Verfügung.
Farben im Wintergrau
Erhebende Atmosphäre
Zu Besuch beim Pfarrer und in der Kirche von Perlach
Winterdepressionen kennt Perlachs Pfarrer Christian Penzkofer nicht. Erstens ist der 57-Jährige von Haus aus ein eher fröhlicher Zeitgenosse. Und wenn zweitens das Wetter wirklich mal zu trüb und grau sein sollte, kann er vom Pfarrhaus einfach die paar Schritte hinüber in die St.-Michaels-Kirche gehen. Seit der aufwändigen Innenraum-Reinigung im vergangenen Jahr leuchten dort nämlich die Deckenfresken (Foto) ... mehr
Heiligsprechung von Alexander Schmorell: 1943 rief die „Weiße Rose" mit Flugblättern zum Widerstand gegen das Nazi-Regime auf. Alexander Schmorell gehörte zu den führenden Köpfen der Gruppe. Er sah im Nationalsozialismus eine menschenverachtende Ideologie im Kampf gegen das Christentum. Für seinen Protest bezahlte er mit dem Leben – er wurde im Gefängnis Stadelheim hingerichtet und auf dem daneben liegenden Friedhof begraben. Aufgrund seiner Familiengeschichte gehörte Schmorell der russisch-orthodoxen Kirche an, die ihn am ersten Februarwochenende 2012 als Märtyrer heiliggesprochen hat.
Gott im Film finden
Staunen und erleben
Staunen und erleben
Der Jesuit Christof Wolf leitet Filmexerzitien
»Es geht darum, sein Leben neu zu ordnen – auf Gott hin. Da brauche ich keinen Film dazu«, sagt Christof Wolf. Dennoch leitet der filmaffine Jesuit seit acht Jahren Filmexerzitien, das nächste Mal Mitte März im Exerzitienhaus Schloss Fürstenried. ... mehr
Die griechische Tragödie
Angst vor "Domino-Effekt"
Angst vor "Domino-Effekt"
Im Zuge der Finanzkrise bleibt wohl nur eine radikale Lösung
In der Münchner Neuen Pinakothek hängen zwei prächtige Gemälde des Malers Peter von Hess. Sie zeigen den Einzug des Wittelsbachers Otto in Athen und Nauplia. ... mehr
Hinspüren, hinhören, wachsam sein
Mehr braucht es oft nicht
Mehr braucht es oft nicht
Sieben Persönlichkeiten erzählen, was in der Fastenzeit eigentlich anders ist als sonst
Zum Beispiel Erich Lejeune (67), Unternehmer, Berater und Motivations-Trainer; Schwester Elija Boßler (69) aus dem Karmelitinnenkloster »Heilig Blut« in Dachau; Claus Hipp (73), Unternehmer aus Pfaffenhofen ... mehr
Flamme der Hoffnung
Pater Engelbert Petsch
Pater Engelbert Petsch
Münchner »Projekt Omnibus« organisiert bundesweite Solidaritätsaktion für kranke Kinder und deren Eltern
Fürs Foto entzündet Engelbert Petschsymbolkräftig das lange Kaminstreichholz vor dem kleinen Holzkruzifix an der Zimmerwand. Leicht flackert die Flamme, die der Franziskanerpater so hält ... mehr
Vögel rein, Dreck raus
Zuhause für Vögel
Zuhause für Vögel
Neue Nistplätze im Steinhöringer Kirchturm geschaffen
Nein, so richtig schön waren sie nicht, die ersten Begehungen der Mitglieder des Landesbundes für Vogelschutz (Kreisgruppe Ebersberg) im Steinhöringer Kirchturm. »Kot, Dreck, Dunkelheit, das war schon recht abenteuerlich« ... mehr
Kirchen sind mitten drin
Sportfans in Stimmung
Sportfans in Stimmung
Christen zeigen bei der Biathlon-WM in Ruhpolding Präsenz
Bald ist es so weit: Am Mittwoch, 29. Februar, beginnt in Ruhpolding die Biathlonweltmeisterschaft 2012. Spannende Wettkämpfe und ein gewaltiges Medieninteresse werden erwartet. ... mehr
Klarer Weg
Lars Meyer lässt sich taufen
Lars Meyer lässt sich taufen
Lars Meyer (32) aus Petershausen ist einer von rund dreißig Erwachsenen,
die sich derzeit in der Glaubensorientierung von St. Michael in München auf ihre Taufe an Ostern vorbereiten. Wir sprachen mit dem Versicherungs- und Bankkaufmann.... mehr
Flamenco-Passion
"Jünger" beim Flamenco
"Jünger" beim Flamenco
Tanztheater über das Leiden Jesu
Kokett dreht sich eine Tänzerin vor Jesus, ihr schwarzer Spitzenschleier wirbelt durch die Luft. Der Tänzer in der Rolle des Jesus nimmt den Takt der Füße auf, das Tempo steigert sich, dann gibt die Verführerin auf. ... mehr
Viele Gesichter
Blick in die Ausstellung
Blick in die Ausstellung
Ausstellung zum »Tod« in München
»Tod – zweiundzwanzig Kunstwerke«, so nüchtern und lapidar lautet der Titel der neuen Ausstellung in der »DG Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst« in München. Doch »das Feld des Todes ist komplex, manchmal klar, manchmal verschwommen ... mehr
CO2-Diät zur Fastenzeit
Für "cooles" Klima
Für "cooles" Klima
In St. Michael beschäftigt man sich mit dem globalen Klimawandel
Der Wind weht eisig in der Neuhauser Straße vor der Michaelskirche. Doch tapfer wird der Foto-Termin von Kirchenrektor Pater Karl Kern, Veronika Jodlbauer, Diözesanreferentin der Gemeinschaft christlichen Lebens (GCL), und Izai Amorim ... mehr
Zeugnistag – nicht für alle
Zeugnis mal anders
Zeugnis mal anders
Die Schulen entscheiden selbst über die Form ihrer Halbjahres-Bewertungen
Nicht alle rund 1,8 Millionen bayerischen Schüler erhalten an diesem Freitag Zwischenzeugnisse. Bekommen die einen Schüler ihre Noten von »sehr gut« bis »ungenügend« am letzten Schultag vor den Faschingsferien ... mehr
Seit 50 Jahren Partner
Schlachtbauer, Terán, Huber (v.l.)
Schlachtbauer, Terán, Huber (v.l.)
Erzdiözese und Kirche in Ecuador stellen Jubiläumsprogramm vor
Wie ein kleiner Globus sieht der Anstecker aus: Rechts ist die Münchner Frauenkirche zu entdecken ... mehr
Versöhnung oder Teilung
Opfer in Nigeria
Opfer in Nigeria
Wie im Erzbistum lebende Afrikaner die Lage in Nigeria einschätzen
Um die zweihundert Menschen sind in den vergangenen Wochen bei Anschlägen in Nigeria ums Leben gekommen. Als Drahtzieher wird die islamistische Terrorgruppe Boko Haram (»Westliche Bildung ist Sünde«) betrachtet (wir berichteten) ... mehr
Licht aus Assisi
Franz und "Frau Armut"
Katalog zu Paderborner Franziskus-Schau
Dort wo des Abhangs Steile bricht, wurde der Welt eine Sonne geboren«, schreibt Dante in seiner »Göttlichen Komödie« über Franziskus von Assisi (1181/2-1226).
Entsprechend hat das Diözesanmuseum von Paderborn seiner großartigen Ausstellung über den weltbekannten Heiligen aus dem pittoresken umbrischen Städtchen am Hang des Monte Subasio den Titel »Franziskus – Licht aus Assisi« gegeben. ... mehr
Wir sind alle Seelsorger
Tischgruppen-Gespräch
Tischgruppen-Gespräch
Pfarrgemeinderat von St. Heinrich richtete Glaubenstage aus
Rund 50 Männer und Frauen haben sich an diesem Abend im Pfarrheim der Sendlinger Gemeinde St. Heinrich eingefunden, es geht heute um »Lebens-Tankstellen« und wie man sich Zeit und Raum für Begegnungen mit Christus schaffen kann. ... mehr
Gut für alle Beteiligten
Für ein eigenes Auskommen
Für ein eigenes Auskommen
Ethisches Investment würdigt Anleger und Kreditnehmer
Gutes tun und Geld verdienen – geht das? Ja, meinen seit den 1970er und 1980er Jahren Institute wie die Grameen-Bank von Muhammad Yunus oder das ökumenische Institut Oikocredit. ... mehr
Bedeutender Aufbruch vor 50 Jahren
Gruber (links) und Mayer
Gruber (links) und Mayer
Der Beginn des Zweiten Vatikanums im Jahr 1962 hatte auch für die Räte- und Verbände-Arbeit große Strahlkraft
Verblüffend genau kann sich Gerhard Gruber, früher Generalvikar im Erzbistum, noch »an jenen Abend des 11. Oktober 1962« erinnern, den Beginn des Zweiten Vatikanums in Rom. ... mehr
Schnell und virtuell
Immer erreichbar
Immer erreichbar
»Social Media« verantwortungsvoll einsetzen
Wer sich heute seiner Umwelt schnell mitteilen will, der greift oft gar nicht mehr zum Telefon oder schreibt lange Briefe. Die Nachrichten der modernen Welt sind kurz, prägnant und werden längst nicht mehr nur mit der Post verschickt. ... mehr
Samenkornprinzip
Jörg Dantscher
Jörg Dantscher
Jörg Dantscher zur Zukunft der Kirche
Überalterung, Perspektivlosigkeit und Glaubenskrise – das alles sind Probleme, mit denen unsere Kirche zu kämpfen hat. In der Erzdiözese versucht man, mit dem Projekt »Dem Glauben Zukunft geben« die Zeichen der Zeit zu erkennen und so die kirchliche Pastoral zukunftsfähig zu machen. ... mehr
Kein Gegensatz
Schöpfer und Schöpfung
Schöpfer und Schöpfung
Bischof Müller und Jesuitenpater Schöndorf im Diskurs
Das Verhältnis von Glaube und Vernunft ist ein Thema, das über Jahrhunderte Theologen und Philosophen gleichermaßen beschäftigt hat. Bei einem Podiumsgespräch aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der philosophischen Hochschule der Jesuiten in der Kaulbachstraße ... mehr
Tanz am Abgrund
Tragische Szenen
Tragische Szenen
Andreas Müller-Cyran hilft Angehörigen auf Giglio
Der Münchner Notfallseelsorger Andreas Müller-Cyran betreut auf der Insel Giglio Angehörige von Passagieren der Costa Concordia. Für die Hinterbliebenen sei es wichtig, in die Nähe des Unglücks-Ortes zu kommen. ... mehr
Eine Schreibmaschine
Dickens
Dickens
Zum 200. Geburtstag von Charles Dickens
Sieben Jahre bevor Charles Dickens am 7. Februar 1812 in der englischen Hafenstadt Landsport bei Portsmouth das Licht der Welt erblickte, waren durch den Sieg Lord Nelsons bei Trafalgar die Gewichte der Weltgeschichte verschoben worden ... mehr
Zwischen Kloster und Atelier
Im Atelier
Im Atelier
Ausstellung der Novizin und Malerin Rosmarie Baumann in Holzkirchen
»Ich male schon mein Leben lang«, erzählt Rosmarie Baumann. »Das war immer mein Weg, um zur Ruhe zu kommen" ... mehr
Gesundheits-Institution
Vor der Klinik
Vor der Klinik
Vor 100 Jahren wurde das Klinikum des Dritten Ordens eröffnet
Gewiss, da sind einerseits die beeindruckenden Fakten und Zahlen, die für sich sprechen: fast 600 Betten, über 1.500 Mitarbeiter, neun Fach- und einige Beleg-Abteilungen ... mehr
Kinderschutz-Zentrum in München eröffnet
Screenshot: SMB
Screenshot: SMB
Internet-Plattform soll sexuellem Missbrauch weltweit vorbeugen
Zur Prävention sexuellen Missbrauchs ist in München ein Kindschutz-Zentrum eröffnet worden. Es wird ein weltweit einsetzbares Lernprogramm erarbeiten, das Priester, Diakone, Religionslehrer sowie weitere haupt- und ehrenamtliche... ... mehr
Der Versuch einer Wiederbelebung
Neue Inszenierung
Neue Inszenierung
Christian Stückl inszeniert am Volkstheater in München »Der Stellvertreter« von Rolf Hochhuth
Knapp skizzierte die jüdische Philosophin Hannah Arendt Wesentliches zu diesem »christlichen Trauerspiel«: »Das Stück ist nicht gut, aber die Frage, die Hochhuth aufwirft, ist sehr legitim ... mehr
Hilfe für Schüler
Robert Bögle
Robert Bögle
»PIB« berät seit 40 Jahren – Robert Bögle geht in den Ruhestand
MK: Seit nunmehr 40 Jahren berät die »PIB« Schüler, Lehrer und Eltern. Wie hat sich die Arbeit in dieser Zeit verändert?
Bögle: So wie sich die Lebensverhältnisse der Kinder und Jugendlichen sowie das Schulsystem verändert haben. ... mehr
Keine Zwischenlösung
Im Dienst für Nichtversicherte
Im Dienst für Nichtversicherte
Fünf Jahre medizinische Versorgung Nichtversicherter in München
Eigentlich hätten sich rund 3.000 Menschen mehr einfinden müssen, als die beiden Münchner Anlaufstellen für Patienten ohne Krankenversicherung im Eine-Welt-Haus dieser Tage ihr fünfjähriges Bestehen feierten. ... mehr
Mein Herr, bei dem unerwarteten Schneefall heute kam mir der Gedanke, wie vorsichtig ich mit meinen Voraussagen sein muss. Gerade als ich mich auf milderes, sonnigeres Wetter eingestellt hatte, schien der Winter wieder einzubrechen. Gibst du mir damit nicht eine wichtige Mahnung? Gewöhnlich projiziere ich meine jeweilige Verfassung auf die Zukunft. Wenn es dunkel in mir ist, sieht auch die Zukunft dunkel aus. Aber wie kann ich mich vermessen vorauszusehen, wie mein Leben morgen, nächste Woche oder in zehn Jahren aussehen wird? O Herr, mach mich frei für dein Kommen, wann und wie du es willst.